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  • Früherkennung von asbestbedingten Krebs

Früherkennung ist Vorsorge

Zur Früherkennung von Lungenkrebserkrankungen bietet die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ab 2017 eine Früherkennungsuntersuchung mit einem sogenannten Low-Dose HRCT an. Dieses Untersuchungsangebot richtet sich an Hochrisikogruppen. Das sind v.a. ehemals asbestexponierte Raucher. Diese Früherkennung wird nach und nach flächendeckend bundesweit eingeführt. Inwieweit man als Betroffener das Angebot nutzten will, muss jeder für sich selbst entscheiden. Eine – wenn auch geringe – Strahlenbelastung und möglicher unnötiger Stress aufgrund falsch-positiver Befunde können ein Argument dagegen sein. Aber ein sehr frühzeitiges Erkennen eines Lungentumors kann u.U. lebensrettend sein.

Der Bundesverband der Asbestose-Selbsthilfegruppen kritisiert, dass die ebenfalls im Zuge dieser Untersuchung freiwillig genommenen Speichel- und Blutproben, die zur Erforschung von Früherkennung von Lungentumoren in einer Biobank des IPA (Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung) gesammelt werden sollen. Das ist ein von der Berufsgenossenschaft finanziertes arbeitsmedizinisches Forschungsinstitut. Wir meinen, dass diese für die Forschung und die Betroffenen wichtigen Daten nicht bei einer Einrichtung der für Berufserkrankungen haftenden Versicherung gesammelt werden dürfen, sondern an unabhängige Forschungseinrichtungen gehören.