Bundesverband der Asbestose Selbsthilfegruppen e.V.
Bernhard Heise
Hauptstr. 106
67304 Eisenberg

Telefon: 0172/6 71 57 46
E-Mail: heise.bernhard@t-online.de



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Hamburg / Schleswig-Holstein - Asbestose Selbsthilfegruppe Hamburg und Schleswig-Holstein e.V.

Wichtige Information des Landesverbands Asbestose Selbsthilfegruppe Hamburg und Schleswig-Holstein e.V.

Im Vorstandbeschluss vom 04.08.2020 hatte der Vorstand, nach einer Mitgliederbefragung, beschlossen, die Jahreshauptversammlung auf den April 2021 zu verschieben. (Wir hatten an dieser Stelle darüber informiert.)

Zur Zeit sind im Norden nur 7,9% (Stand 16.03.2021) der Bevölkerung gegen Corona geimpft. Nur eine Impfung kann uns schützten.

Da auch die Inzidenz-Werte weiter steigen bzw. nicht absehbar ist, wann sich wieder 20-40 Mitglieder gefahrlos treffen dürfen und um unsere Mitglieder, die zur Risikogruppe gehören, zu schützen, hat der Vorstand am 16.03.2021 einstimmig beschlossen, dass wir unsere diesjährige Jahreshauptversammlung, auf Oktober oder November 2021 verschieben.

Der Vorstand möchte nicht dafür verantwortlich sein, wenn es zu einer Ansteckung kommen sollte.

Wenn es bis dahin doch noch keine Corona-Entwarnung geben sollte, müssen wir wahrscheinlich diese nochmals verschieben.

Unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel und unser Gesundheitsminister Herr Spahn haben uns erklärt, dass bis Ende des 3. Quartals (Ende September), alle Bundesbürger, die wollen, geimpft sein werden.

Weiterhin bleiben alle Gruppen-Treffen, Vorstandsitzungen und andere Vereins-Aktivitäten, bis zur JHV im Oktober oder November 2021 ausgesetzt. Wir werden, wenn sich die Situation entspannt hat, neue Termine bekannt geben.

Wichtige Vorstands-Beschlüsse werden per Umlaufverfahren entschieden.

Alle Vorstands-Mitglieder bleiben, wie in der Satzung vorgesehen, weiterhin bis zur Neuwahl im Amt.

Selbstverständlich beantworten wir Fragen über Telefon oder E-Mail. Die Telefonnummern und E-Mailadressen befinden sich auf dieser Regionalgruppenseite.

Harald Niemann
1. Vorsitzender
17.03.2021


Wer sind wir?
Der Vorläufer des heutigen Bundesverbands, die Asbestose Selbsthilfegruppe e.V., wurde am 07.07.2002 in Brietlingen bei Lüneburg von Asbesterkrankten, Angehörigen und Förderern, auf Initiative von Jürgen Butzke aus Dieburg gegründet und als ein gemeinnütziger Verein (eV) im Gesundheitswesen, eingetragen.

Eine Regionalgruppe für Hamburg und Schleswig-Holstein wurde auf Initiative von Jürgen Butzke und Dieter Schümann, am 29.09.2005 in Norderstedt gegründet.

Sie entwickelte sich in einem Jahr so gut, dass aus ihr am 01.09.2006 die Asbestose Selbsthilfegruppe Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. als ein eingetragener Verein, mit Dieter Schümann, als 1.Vorsitzender, entstanden ist.

Zielgruppen für eine Mitgliedschaft sind:
Personen, die bei Ihrer beruflichen Tätigkeit asbestfaserhaltigen Staub ausgesetzt waren und bei denen Gesundheitsgefahren bestehen. Asbestopfer mit chronischen Atemwegserkrankungen, Asbestose, Erkrankungen der Pleura, Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Eierstockkrebs, Mesotheliom des Rippenfells, des -Bauchfells oder des -Perikards.
Angehörige und Förderer des Vereins.

Ziele und Aktivitäten der Asbestose Selbsthilfegruppe sind:
Jede Person, die mit Asbestfasern in Berührung gekommen ist, oder bereits daran erkrankt ist, werden wir über die Möglichkeiten der Vorsorgeuntersuchungen, der Diagnose und Behandlung durch asbesterfahrene Lungenfachärzte und Therapeuten informieren. Wir wollen die Asbestopfer bei den Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit durch Asbesteinwirkung, bei der Antragstellung zur Vorsorgeuntersuchung, Heilbehandlung und Anerkennung einer Berufskrankheit unterstützen. Durch den Gedanken- und Erfahrungsaustausch und Hilfe zwischen den Erkrankten und deren Angehörigen, tragen wir zur Lösung der damit verbundenen persönlichen Probleme bei. Ergänzend zu den medizinischen Behandlungen wollen wir durch Information zur sogenannten Komplementären - Onkologie (Naturheilverfahren, psychologische und lebenspraktische Unterstützung) beitragen, die Beschwerden zu vermindern sowie den seelischen und körperlichen Zustand und damit die Lebensqualität verbessern.

Die Spitze der asbestbedingten Neuerkrankungen erwarten wir ca.2025. Es sterben zurzeit offiziell täglich vier Menschen an den Folgen des Asbeststaubs. Die Dunkelziffer ist doppelt so hoch.

Durch unsere Öffentlichkeitsarbeit werden wir über die Gefahren von Asbestfasern aufklären und die gesetzlichen Unfallversicherungen dazu verpflichten,
  1. die Asbestgrenzwerte beim Umgang mit Altlasten zu vermindern.
  2. die Verfahrensabwicklung zur Vorsorge und Anerkennung der Berufskrankheiten von Asbesterkrankungen zu vereinfachen und zu beschleunigen sowie die Diagnose und die Therapie wesentlich zu verbessern,





Vorstandsmitglieder

Harald Niemann 1. Vorsitzender
Harald Niemann
Tel: 0481 12092758
E-Mail: asbestose-shg-hh-sh@gmx.de
Zur Person
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Jahrgang 1941

„Bei einer medizinischen Vorsorgeuntersuchung der Berufsgenossenschaft (BG) in 2008 wurde in meiner Lunge Pleuraplaques festgestellt. 2009 erhielt ich die Anerkennung der Berufskrankheit Asbestose (BK 4103). Um zu erfahren wie ich mich gegenüber den BG‘n verhalten muss und wie ich gegebenenfalls auch zu einer Entschädigung oder Rente kommen könnte, bin ich sofort Mitglied in der Asbestose Selbsthilfegruppe Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. geworden. Zum Glück ist meine Erkrankung noch nicht weiter fortgeschritten. Ich erkannte, dass noch viel getan werden muss, um den Asbestopfern zu helfen. Es kann nicht sein, dass zum Beispiel die Anerkennungsraten bei Lungenkrebs durch Asbest (BK 4104) nur bei ca.20% liegen, ca. 80% werden abgelehnt. Nachdem der 1.Vorsitzende Dieter Schümann 2012 an den Folgen des eingeatmeten Asbeststaub (Asbestose) verstarb, wurde ich in dieses Amt gewählt. Durch meine Arbeit möchte ich den Asbestopfern den Weg zeigen mit ihren gesundheitlichen Problemen zu leben oder sie zu lindern. Ich werden immer Wege finden, den Ungerechtigkeiten der Berufsgenossenschaften gegenüber, den Asbestopfern bei der Anerkennung als Berufskrankheit entgegenzutreten und den Asbestopfer zu ihrem Recht zu verhelfen.“

Manfred Clasen 2. Vorsitzender
Manfred Clasen
Tel. 04362 506100
Fax: 04362 508203
E-Mail: manfredclasen@kabelmail.de
Hildegard Best Schriftführerin
Hildegard Best
Tel. 040 5234669
E-Mail: hildebest@gmx.de
Zur Person
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Jahrgang 1939

„Ich bin die Witwe meines im Jahre 2000 an einem Mesotheliom verstorbenen Ehemannes Heinz. Um besser informiert und geschützt zu sein, entschloss ich mich im Winter 2005 zum Beitritt in die Asbestose Selbsthilfegruppe Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. Hier fand ich kompetente Hilfe, Unterstützung und Freunde. Hier erfuhr ich auch viel über die politischen- und wirtschaftlichen Hintergründe der Asbesttragödie. Der asbestbedingte Tod meines Mannes wäre vermeidbar gewesen. Denn seit 1936 ist die Asbestose anerkannte Berufskrankheit. Es ist der Berufsgenossenschaft also seit 1936 bekannt, dass diese Mineralfasern tödlich sein können. Auch Heinz wären noch schöne Jahre eines wohlverdienten Ruhestandes vergönnt gewesen, wäre ihm die Gesundheit – wider besseres Wissens - nicht geraubt worden, wie vielen andern hart arbeitenden Menschen in diesem Land. Prof. Dr. H.-J. Woitowitz fünfjährige Opferbilanz von 2005 bis 2009: 4 Todesfälle täglich an 365 Tagen des Jahres, ca. 1460 Tote pro Jahr oder 7324 Asbest-Tote in 5 Jahren. Wir wissen aber um die hohen Dunkelziffern, so dass wir von einer doppelt so hohen realen Sterbeziffer ausgehen können. Beim Asbest verursachtem Lungenkrebs (BK4104), ist die Ablehnung als Berufserkrankung besonders schlimm. 2009 wurden 3993 Fälle den BG’n gemeldet. Davon wurden von den BG’n 3282 Fälle abgelehnt. Das sind 82% abgelehnte Fälle. Das kann und will ich nicht akzeptieren. Seit 2013 habe ich mich immer mehr für die Belange der Asbestopfer in Norddeutschland eingesetzt und u.a. auch den Infostanddienst auf unseren Veranstaltungen übernommen und unsere Vereinstreffen organisiert. Auf unsere außerordentliche Mitgliederversammlung am 19.10.2018, wurde ich als Schriftführerin in den Vorstand gewählt.“

Ursula Jeppsson Kassiererin
Ursula Jeppsson
Tel. 040 5244763
E-Mail: ursula@jeppsson.de
Dr. Evelyn Glensk Beisitzerin für Öffentlichkeitsarbeit und Internationales
Dr. Evelyn Glensk
Tel. 04173 505220
E-Mail: evelyn.glensk@freenet.de
Zur Person
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Jahrgang 1957

„Ich habe über 26 Jahren mit unterschiedlichen Aufgaben in der hamburgischen Verwaltung gearbeitet. Von 2006 bis 2012 war ich im Hamburger Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin in der Intendanz bei Prof. Xaver Baur tätig. 2010 haben wir dort einen Workshop mit Vertretern der Selbsthilfegruppen durchgeführt und mir wurde klar, welches Unrecht den Asbestopfern geschehen ist. Sie wurden wider besseres Wissens und des Profites Willen in den Staub geschickt und müssen nun schwerkrank - oft vergeblich - für ihr Recht als Berufskranke kämpfen. Trotz der vielen tausend Toten - es gibt nicht einmal ein Mahnmal in Deutschland für die Opfer dieser Industriekatastrophe. Sie sind selten ein öffentliches Thema. Wir brauchen eine Anerkennungspraxis nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen und keine Standards, die die Kasse der versichernden Berufsgenossenschaften schont. 80% der asbestbedingten Lungenkrebsfälle gehen bisher leer aus! Die Interessenvertretung der Asbestopfer muss weiter gestärkt werden. Deshalb engagiere ich mich. Meine langjährigen Erfahrungen mit gesellschaftspolitischer Arbeit sind mir eine hilfreiche Grundlage.“

Werner Krieger Beisitzer für besondere Aufgaben
Werner Krieger
Tel. 04191 2744041
E-Mail: guw-krieger@kabelmail.de





Veranstaltungen und Termine bei denen der Landesverband anzutreffen ist


Aktuell sind keine Veranstaltungen und Termine angegeben, bei denen der Landesverband anzutreffen ist.





Gruppentreffen und Veranstaltungen für die Mitglieder vor Ort


  • Unsere Gruppentreffen mit Meinungsaustausch sind an jedem 1. Freitag im Monat um 18:00 Uhr am Kielortring 51 in 22850 Norderstedt.





Mitgliederinformationen


Mitgliedsantrag 2019


Unsere Termine 2020






Links


  • 08.01.2020 | Im Ersten | plusminus: Asbesterkrankungen - Der lange Weg zur Anerkennung. Seit 25 Jahren ist Asbest als Baustoff verboten. Doch seine krebserregende Wirkung entfaltet er offensichtlich noch immer. Als Berufskrankheit wird die entsprechende Vergiftung indes nicht immer eingestuft.

  • 15.01.2020 | ZDF-Zoom | Krank und keiner zahlt
    In Deutschland werden jedes Jahr tausende Menschen nicht entschädigt, obwohl ihre Arbeit sie krank gemacht hat. Die Unternehmen sparen dadurch hunderte Millionen Euro, auf Kosten der Steuerzahler. Darüber berichtet ZDF-Zoom.

  • Die Autoren recherchieren weiter zum Thema und sie bitten um Beiträge von Betroffenen an:
    daniel.drepper@buzzfeed.com

  • Auf der Homepage von buzzfeed.news, werden die Ergebnisse der Recherchen zum Thema Asbestopfer unter nachfolgendem Link veröffentlicht. Hier werden die Gründe zusammengestellt, warum so viele Asbestopfer um ihr Recht auf Entschädigung gebracht wurden und noch werden. https://www.buzzfeed.com/de/danieldrepper/opfer-wirtschaftswunder-asbest-berufskrankheit-tod

  • Daniel Drepper:
    "Krank durch Arbeit“ als Podcast: Wir haben jahrelang zu Menschen recherchiert, die an Asbest erkrankt sind. Warum sterben jedes Jahr immer noch mehr als 1500 Menschen an Asbest? Warum durfte Asbest in Deutschland so lange verwendet werden? Welche Rolle spielte die Industrie? Und warum werden bis heute viele Betroffene nicht entschädigt.Zum fünfteiligen Podcast (Radiobeiträge)"

  • Asbest - ein Krimi mit Millionen von Toten. Seit 120 Jahren. Bis heute. Ein Stoff, mit dem man viel anfangen konnte: das gebraute Bier filtern, Autobremsen und Garagendächer, Heizungsrohre im Auto und im Keller, Fenstersimse in der Wohnung und anderes mehr. Ein Stoff, der aber gefährlich ist. Wenn die Fasern in die Lunge oder sonst wo eindringen, steht das Todesurteil fest. Rund 4.000 Tote in Deutschland jährlich - ohne Dunkelziffer. Weltweit betraf es bisher 10 Millionen. Warum man dieses Drama nicht früher zu Ende gebracht hat?
    https://www.anstageslicht.de/themen/gesundheit/asbest-ein-krimi-mit-millionen-von-toten-seit-120-jahren-bis-heute/

  • Deutsches Mesotheliomregister:
    Es ist eines der wichtigsten Einrichtungen der (Deutschen) Gesetzlichen Unfallversicherung in Sachen Asbest. Dort versucht man die Anerkennungsquoten zu kanalisieren. Die Zahlen der Schadensmeldungen von ehemaligen Asbestbeschäftigten sind in den letzten Jahrzehnten drastisch gestiegen. Und beim Verdacht auf asbestverursachten Lungenkrebs steigen sie immer noch.
    https://www.anstageslicht.de/themen/gesundheit/asbest-ein-krimi-mit-millionen-von-toten-seit-120-jahren-bis-heute/deutsches-mesotheliomregister/

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